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Die Fledermaus

 

Fledermäuse stoßen pro Sekunde zwischen 5 und 20 Rufe aus,
je nachdem ob sie in einer hindernisreichen Gegend (Wald)
oder auf freiem Gelände unterwegs sind.

Wenn sie ein Insekt geortet haben, schießt die Fledermaus eine
richtige Salve mit bis zu 100 Rufen pro Sekunde ab.

 

 

Allgemeines

Fledermäuse leben bereits über 50 Millionen Jahre lang. Der wissenschaftliche Name von ihnen ist Chiroptera und wird in zwei Untergruppen gegliedert.

  • Flughunde - Megachiroptera
  • Fledermäuse - Microchiroptera

Flughunde sind mit 170 Arten vertreten, welche alle zur selben Familie gehören, nämlich zu den Flughunden Pteropidae. Sie ernähren sich hauptsächlich nur von Früchten.

Zu den Fledermäusen gehören 780 Arten, welche in 18 Familien eingeteilt werden, sie sind auf der ganzen Welt vertreten und sind die zweitartenreichste Säugetierordnung. Die erstartenreichste Säugetierordnung sind die Nagetiere. Fledermäuse besiedeln die warmen Regionen der Erde. Die kleinste Fledermaus der Welt ist die Hummel- oder Schweinsnasenfledermaus (Craseonysteris thonglongyai), sie wiegt gerade mal 1,5 g und lebt in Thailand. Die größte Fledermaus der Welt ist die australische Gespenstfledermaus (Macroderma gigas), sie erreicht eine Flügelspannweite von einem Meter.

3 Arten davon ernähren sich von Blut. Die Vampirfledermaus (Desmodus Rotundus) beißt dem Opfer ein Stück Haut ab und leckt das austretende Blut auf oder er punktiert eine Ader und saugt das Blut direkt aus dem Blutgefäß. Die Blutmenge beträgt etwa 20 ml. Wenn diese Fledermäuse innerhalb von 60 Stunden keine Nahrung aufgenommen haben sterben die Tiere, hungrige Tiere werden von ihren Artgenossen mit Blut gefüttert.

 

 

Geschichte / Aberglaube

  • Sie ist ein Säugetier und wurde früher auch "seltsamer Vogel" genannt
  • Früher glaubte man daran, dass die Fledermaus Unheil brachte
  • Wenn sich eine Fledermaus in den Haaren verfängt, wird etwas Schlimmes passieren, oder wenn sie sich in den Haaren einer Jungfrau verfängt, wird diese Ledig bleiben oder einen unmoralischen Lebenswandel haben
  • Hatte man ein getrocknetes Auge von einer Fledermaus dabei, konnte man sich unsichtbar machen
  • Sie galt als Todesboten, die Fledermaus suchte sich den Menschen heraus, der bald sterben sollte und flog über diese Person, oder reist ihr die Haare heraus. Bei den Siebenbürger Sachsen konnte man einen Todesfall erwarten, wenn eine Fledermaus, Nachteule oder Käuzchen das Haus umflog oder sogar in die Räume hineinschwirrte
  • In China galt sie als ein Glücksymbol, sie wurde Fuk-Schii "Ratte des Glücks" genannt

 

Anatomie / Ernährung

Sie haben häutige Flügel zwischen den stark verlängerten Fingern, dem Unterarm und entlang des Körpers. Die Speiche ist verlängert während die Elle stark zurückgebildet ist. Der Daumen hat seine kurze Form behalten und besitzt als einziger Finger eine Kralle.

Zwischen Schwanz und den Hinterbeinspannen haben sie ebenfalls Flügel, die mit einem Sporn in der Mitte die Schwanzflughaut spannt. In den Hinterfüßen haben sie eine Sehne, die in der Sehnenscheide einrastet kann, wenn dies passiert hängen die Tiere ohne Energieaufwand an den Höhlendecken. Dieser Mechanismus bleibt sogar bestehen, wenn die Tiere schon längst tot sind.

Das Fell besteht aus einem starren Oberhaar und einem weichen, welligen Unterhaar. Sie haben an der Schnauze eine Drüse die ein Sekret erzeugt. Dieses Sekret hält das Fell und die Flügel geschmeidig und schützt vorm austrocknen. Sie haben spitze Fangzähne und mehrhöckerige Backenzähne. Fledermäuse, die im offenen Gelände schnell fliegen haben lange, schmale Flügel, während die Langsamflieger im offenen Gelände eher breite, lange Flügel haben.

Sie geben Ortungsrufe im Ultraschallbereich wieder, haben starke Nachtaugen, wo sie hell und dunkel unterscheiden können, sie fressen Insekten, Spinnen, Früchte, Nektar, Pollen, Fische und kleine Landwirbeltiere, wenn sie durstig sind fliegen sie über ein Gewässer und trinken im Flug. Pro Nacht brauchen sie ein Drittel bis zur Hälfte ihres Körpergewichts an Nahrung, eine Wasserfledermaus erbeutet in einer Nacht bis zu 4.000 Mücken.

Fledermäuse können bis zu 30 Jahre alt werden, werden aber im Durchschnitt nur vier bis fünf Jahre alt. Sie sind schon nach 1 Jahr geschlechtsreif und bringen 1 Junges pro Jahr zur Welt.

Sie können 5 Meter pro Sekunde fliegen, und haben im Durchschnitt eine Geschwindigkeit von 16-23 km/h. Sie können fliegen, laufen, klettern und hangeln. Glattnasenfledermäuse stützen sich beim Laufen vorn auf das Handgelenk des gefalteten Flügels, nur die Hufeisennasen können sich nicht auf allen Vieren fortbewegen.

Wenn eine Fledermaus ins Wasser gerät, kann sie mit weit geöffneten Flügeln vorwärts ans Ufer schwimmen, oder manche breitflügelige Arten können sogar direkt von der Wasseroberfläche abfliegen. Bei schwachem Regen erfolgt der Ausflug nur zögernd oder verspätet, bei Schlechtwetter mit starkem Regen oder Nebel veranlasst die Fledermäuse nicht auszufliegen.

 

 

Die Echoortung

Ein Italienischer Naturforscher namens Spallanzani hat bei der Erforschung der Echoortung eine Fledermaus im Studierzimmer mit Glocken an der Decke eingesperrt, es war alles Dunkel. Die Fledermaus fand sich zurecht und verursachte keinen Krach, sie konnte allen Glocken ausweichen. Danach band man ihr die Augen zu, die Fledermaus fand sich auch ohne Sehfähigkeit zurecht. Als dritten Versuch verschloss man ihre Ohren. Die Fledermaus fand sich jetzt nicht mehr zurecht und flog gegen die Glocken an der Decke.

Der Zoologe Sven Dijkgraaf gab den Fledermäusen Maulkörbe, auch in diesem Fall hatten die Tiere keine Orientierungsfähigkeit mehr. Das Ergebnis war somit klar, die Fledermaus gibt die Echoortung durch ihren Mund heraus, sie wird von einem Gegenstand oder Tier zurückgeworfen, und die Fledermaus nimmt sie mit den Ohren wieder auf.

1933 entdeckte der Amerikaner Donald Griffin, dass Fledermäuse Ultraschall-Töne im Kehlkopf erzeugen. Die Echoortung funktioniert nur im Nahbereich gut, das heißt sie können nur Dinge wahrnehmen, die nicht weiter als 20 Meter sind.

Fledermäuse stoßen pro Sekunde zwischen 5 und 20 Rufe aus, je nachdem ob sie in einer hindernisreichen Gegend (Wald) oder auf freiem Gelände unterwegs sind. Wenn sie ein Insekt geortet haben, schießt die Fledermaus eine richtige Salve mit bis zu 100 Rufen pro Sekunde ab. Ihre Beutetiere werden gewandt im Flug erbeutet, oftmals nehmen die Fledermäuse ihre Flügel oder Schwanzflughaut als Käscher zur Hilfe.

 

Sommer / Babys

Zwischen Ende Februar und Ende April versammeln sich die Fledermäuse in größere Gruppen, damit die Weiblichen Tiere sich in Weibchengruppen den so genannten "Wöchnerinnen" Gruppen zusammenschließen können. Sie gebären und säugen in den Wochenstuben zusammen. In einer Wochenstube können 1 - 1.000 Tiere zusammen kommen. Tagsüber sind sie zusammen und nachts fliegt jede in ihr eigenes Jagdrevier zurück, um dort zu jagen. Die Männchen verbringen den Sommer allein oder in kleinen Gruppen in der Umgebung der Quartiere.

Im Juni / Juli gebären die Fledermäuse ein Junges, höchstens zwei. Manche gebären kopfunter, manche mit dem Kopf nach oben, oder mit allen vieren waagrecht am Wochenstubendach. Die Schwanzflughaut wird als Auffangtuch benützt, damit die Babys nicht auf den Boden fallen.

Die Nabelschnur ist die "Sicherungsleine". Die Babys sind nackt, haben geschlossene Augen und sind 1/3 vom Körpergewicht der Mutter. Sie können sich sofort nach der Geburt selber an der Decke festhalten. Die Muttertiere erkennen am Geruch und an den Soziallauten, die sie mit ihrem Jungen führt, ihren eigenen Nachwuchs wieder. Nach der Geburt dehnen sich Hautfalten an den Körperseiten zu Flügeln aus und die Fingerknochen werden immer länger. Die Jungen können ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren und werden von den Müttern, mit einer Flughaut umhüllt, am Körper gewärmt. Nach 2-4 Tagen öffnen sie ihre Augen.

Wenn die Fledermäuse in dieser Zeit ihre Wochenstube wechseln müssen, dann halten sich die Jungen an den Zitzen von den Muttertieren fest, und diese Transportiert das Junge somit zur neuen Wochenstube. Die Hufeisennasenfledermäuse haben "Haftzitzen" ohne Milch, an denen sie ihre Jungen transportieren können.

Nach zwei Wochen sind die Haare gut sichtbar, erst jetzt können die Jungen auch mal alleine gelassen werden. Die Milchzähne werden in dieser Zeit schon in bleibenden Zähnen gewechselt. Nach 3-4 Wochen erhalten die Jungen ihre Flugfähigkeit, werden aber meistens noch bis zur fünften Woche gesäugt. Wenn die kleinen fliegen können, schwärmen sie mit den erwachsenen Tieren aus und erlernen die Jagd, sie sind mittlerweile selbstständig. Die Jungen sind in der Regel dunkler als die Erwachsenen. Fledermäuse sind erst mit zwei Jahren erwachsen, und bekommen dann erst ihren ersten Nachwuchs.

 

 

Herbst

Im August verlassen die Jungtiere die Wochenstube. Sie haben genug Fettpolster angefressen um den Winterschlaf anzutreten. Die weiteste Flugstrecke von den Zugfledermäusen beträgt 2.000 km. Sie fliegen nach Nordosteuropa und Skandinavien, da es dort sehr viele Insekten gibt, früh im Jahr fliegen die Abendsegler und Rauhautfledermaus nach Süden und Südwesten.

Im Spätsommer ist die Balzzeit, die männlichen Tiere machen im Flug ihre Balzgesänge und umfliegen die Weibchen, die Balzgesänge sind Artentypisch, dazu senden sie noch Duftstoffe aus. Je nach Erfolg kann ein Männchen über 5 Weibchen decken. Die eigentliche Schwangerschaft beginnt jedoch im Frühjahr. Die Fledermausweibchen speichern das Sperma bis nach dem Winterschlaf, erst danach kommt der Eisprung und die Befruchtung.

Die Ausnahme macht die südeuropäische Langflügelfledermaus, die Befruchtung findet unmittelbar nach der Paarung statt. Sie inaktiviert die befruchtete Eizelle nach der ersten Teilung, die weitere Entwicklung beginnt erst im Frühjahr wieder.

 

Winterschlaf

Fledermäuse beziehen ihre Winterquartiere im September bis spätestens Dezember. In dieser Zeit fressen sie nichts mehr. Die Herzschlagrate sinkt auf ungefähr 1 Prozent vom Wachzustand zurück, die Temperatur sinkt zwischen 0°C und 10°C, gewöhnlich ist sie bei 1°C. Bei einem aktiven Tier liegt die Körpertemperatur bei 40°C. Fledermäuse können die Körpertemperatur selber regeln. Sogar die Atemfrequenz wird gesengt. Wenn die Außentemperatur von ihrem Winterquartier unter dem Gefrierpunkt rutscht, wachen die Tiere auf und müssen ihren Winterschlafplatz wechseln.

Sie brauchen eine halbe Stunde bis sie wieder aufwachen und bereit sind zum wegfliegen. In der Zeit wo sie Winterschlaf halten sind sie hilflos. Wenn sie gezwungen sind aufzuwachen und einen neuen Winterschlafplatz zu suchen verbrauchen sie unnötige Energie, es ist somit nicht gesichert, dass ihr Winterfett reicht und sie den Winter überleben. Aus diesem Grund sollte man schlafende Fledermäuse nicht wecken! Ab und zu drehen sie sich in ihrem Schlaf um, damit sie eine neue Position einnehmen können. In dieser Zeit urinieren und koten sie nicht und atmen auch nur einmal in der Stunde.

Die Länge des Winterschlafes ist Klimaabhängig, wenn das Klima wieder so warm ist das die Fledermäuse Insekten finden können fliegen sie los um Jagd auf Insekten zu machen. Bei der großen Mausohr in BRD ist bekannt das sie den Winterschlaf zwischen Oktober und März beendet, die gleiche Gattung in Portugal beendet den Winterschlaf zwischen Januar und Februar. Beim Winterschlaf verlieren die Fledermäuse bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts.

 

 

 

Fledermausarten

Unterschieden werden die Fledermausarten durch:

  • die Geschwindigkeit beim Fliegen
    Schnelleflieger z.B. Abendsegler
    Langsamenflieger z.B. Bechsteinfledermaus, Fransenfledermaus, Wimperfledermaus oder Langohrfledermaus
  • nach der Farbe
    (heller bauch = Bartfledermaus, schwarzer Bauch = Mopsfledermaus)
  • nach der Größe der Ohren
    (kurzohrig = Fransenfledermaus und Wimpernfledermaus)
  • nach einem Wirren hin und her fliegen (Zwergfledermaus) oder
  • nach der Echoortung (Schallfrequenzen benützen "Bat Detektor")

Sie werden in so genannte Familien aufgeteilt:

  1. Familie = Glattnasenfledermaus - Vespertilionidae
  2. Familie = Hufeisennasenfledermaus - Rhinolophidea
  3. Familie = Bulldoggfledermaus - Molossidae

 

 

Die Myotis - Arten:

  • großes Mausohr (Myotis myotis)
  • kleines Mausohr (Myotis blythi)
  • Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteini)
  • Wimperfledermaus (Myotis emarginatus)
  • Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Sie sind relativ große Tiere und haben schlanke Ohren, die mehr lang als breit sind. Sie haben einen langen Tragus (Ohrdeckel), dieser bedeckt fast die hälfte der Ohrlänge. Sie haben einen weißlichen Bauch, alle, bis auf die Bartfledermaus.
Die Wimperfledermaus und die Bechsteinfledermaus haben ein rötlichbraunes Fell. Der Lebensraum von der großen und kleinen Mausohr sind die offenen Landschaften. Von der Bechsteinfledermaus eher der Laubmischwald.

Sie ernähren sich von großen Laufkäfern (Großes Mausohr), Heuschrecken (kleines Mausohr), Spinnen, Fliegen (Wimperfledermaus und Fransenfledermaus), Käfern, Raupen (Fransenfledermaus).

Die großen Mausohren erreichen eine Körpergröße von 65-80 mm und eine Flügelspannweite von 35-43 cm und bringt 28-40 g auf die Waage, sie sind die größten europäischen Fledermäuse. Ihr Fell ist hell graubraun bis schwarzbraun, der Bauch ist weißgrau. Sie hat eine Flughöhe von 5-10 Meter mit einem langsamen gleichmäßigen Flug.
Die Fransenfledermaus hat ein hellgraues Fell mit bräunlicher Tönung, der Bauch ist hellweißgrau. An der Schwanzflughaut hat sie gekrümmte steife Haare, die wie Fransen aussehen.
Die Bechsteinfledermaus lebt im Sommer überwiegend im Wald. Im Winterschlaf klappen sie ihre Ohren nicht ein.

Dazu gehören noch die:

  • große Bartfledermaus (Myotis brandti)
  • kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
  • Wasserfledermaus (Myotis daubentoni)
  • Teichfledermaus (Myotis dasycneme)
  • Langfußfledermaus (Myotis capaccinii)

Der Lebensraum von diesen Tieren sind die Wälder, Waldrand, Waldgewässer (kleinen und großen Bartfledermaus). Am Wasser leben die Teichfledermaus, Langfußfledermaus und die Wasserfledermaus. Sie sind zu 95 % über Flüssen, Bächen und Seen. Die große Bartfledermaus ernährt sich von Spinnen, sie hat hellbraunes Fell, der Bauch ist hellgrau mit etwas gelblicher Farbe. Die kleine Bartfledermaus hat ein dunkelbraunes bis graubraunes Fell, der Bauch ist dunkelgrau bis hellgrau.

Die Wasserfledermaus ist 42-55 mm groß, hat eine Spannweite von 24-27 cm und bringt 7-15 g auf die Waage, ihr Fell ist rötlichbraun, der Bauch heller. Sie hat eine Flughöhe von 0,05-5 Meter mit einem schnellen, kreisenden, schwirrenden Flug knapp über der Wasseroberfläche, sie ernährt sich von Insekten, die ins Wasser gefallen sind. Die Teichfledermaus ist 57-67 mm groß, hat eine Spannweite von 20-30 cm und bringt 14-20 g auf die Waage, das Fell ist braun, der Bauch heller. Sie hat relativ große Füße. Bei der Ernährung und beim Fliegen ist sie genauso wie die Wasserfledermaus.

 

 

Eptesicus - Arten:

  • Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
  • Nordfledermaus (Eptesicus nilssoni)

Sie haben breite Flügel und die Ohren sind kürzer als bei den Myotis-Arten. Sie leben in einem freien Luftraum mit bis zu 15 Meter Höhe. Das Fell der Breitflügelfledermaus ist lang und dunkelbraun, die Haarspitzen sind leicht glänzend, die Unterseite ist gelbbraun, die Ohren und Schnauze schwarz und die Flughäute dunkelschwarzbraun.

 

 

Nyctalus - Arten:

  • großer Abendsegler (Nyctalus noctula)
  • kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri)

Es ist eine große Art mit kurzen und rundlichen Ohren, sie haben einen kurzen und pilzförmigen Ohrdeckel. Sie leben in Wäldern oder Parklandschaften, quartieren sich in Spechthöhlen ein und sind schnelle, wendige Flieger.

Der große Abendsegler ist 63-82 mm groß, hat eine Spannweite von 32-40 cm und bringt 19-45 g auf die Waage, sein Fell ist rot bis gelbbraun. Er hat eine Flughöhe von 160 Meter mit schafft eine Geschwindigkeit von 50 km/h.

Der kleine Abendsegler ist 48-68 mm groß, hat eine Spannweite von 26-32 cm und bringt 13-20 g auf die Waage, das Fell ist wie bei seinem großen Vertreter. Er hat eine Flughöhe von 10 Meter und bringt eine Flugstrecke von 1.000 km zustande.

 

 

Verspertilio - Arten:

  • Zweifarbfledermaus (Verspertilio murinus)

Die Ohren sind kurz, breit und rundlich, sie hat einen weißen Bauch, schwärzliche Oberseite mit hellen Spitzen und schwärzliche Rückenhaare mit silbrigweißen Spitzen. Der Lebensraum ist das Tatra-Gebirge mit bewaldeten Hängen und großer Lichtung. Die Zweifarbfledermaus ist 48-63 mm groß, hat eine Spannweite von 27-31 cm und bringt 12-18 g auf die Waage. Er hat eine Flughöhe von 10-20 Meter.

 

 

Pipistrellus - Arten:

  • Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
  • Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus / mediterraneus)
  • Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
  • Weißbrandfledermaus (Pipistrellus kuhli)

Sie haben eine dreieckige Ohrform, der Tragus ist relativ klein und nach innen gelagert. Sie sind schnelle, wendige Flieger. Die Mückenfledermaus ist eine der kleinsten europäischen Art, sie bevorzugt Waldgebiete in Gewässernähe.

Die Zwergfledermaus erreicht eine Körperlänge von 33-50 mm und hat eine Spannweite von 18-24 cm. Sie bringt 3,5 bis 8 g auf die Waage, ihr Fell ist schwarzbraun, der Bauch ist heller. Sie hat eine Flughöhe von 2-6 Meter und kann in einer Minute 300 Mücken verspeisen.

Die Rauhautfledermaus ist 46-55 mm groß, hat eine Spannweite von 23-25 cm und bringt 6-15 g auf die Waage, sie hat eine schwarze Flughaut, die zur Mitte behaart ist, der Bauch ist heller. Sie hat eine Flughöhe von 3-7 Meter mit einem langsamen, ruhigen Flug. Sie bekommt häufig Zwillinge als Babys, genauso wie die Zwergfledermaus. Die Rauhhautfledermaus kommt heutzutage hauptsächlich in Nordhessen entlang der Fulda (August/September) vor.

 

 

Hypsuga - Arten:

  • Alpenfledermaus (Hypsugo savii)

Das Bauchfell ist weißlich mit Stich ins Gelbe oder Graue. Sie ist sehr gut von der glänzend braunen Oberseite abgesetzt. Der Lebensraum ist südlich der Alpen.

 

Plecotus - Arten:

  • Braunes Langohr (Plecotus auritus)
  • Graues Langohr (Plecotus austriacus)
  • Alpenlangohr

Sie haben lange Ohren und kurze, breite Flügel, sie gehören zu den mittelgroßen Arten. Der Lebensraum ist im Wald, sie fliegen zum fressen an einem Platz. Sie können die Echoortungen auch durch die Nase aussenden und sind Spezialisten im Rüttelflug, sie können in der Luft stillstehen und suchen Insekten von Mauern oder Blattwerk ab.

Das braune Langohr ist 39-51 mm groß, hat eine Spannweite von ca. 24 cm und bringt 5-12 g auf die Waage, sein Fell ist grau bis braun, der Bauch heller und am Hals meistens einen gelblichbraunen Fleck. Er hat eine Flughöhe von 5-10 Meter und hat eher einen langsamen, gaukelnden Rüttelflug. Die Schnauze des grauen Langohrs ist länger und spitzer, das Fell ist grauer.

 

Barbastella - Arten:

  • Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)

Sie wird auch "Schwarzes Teufelchen" genannt, da sie ein schwarzes Fell besitzt, der Bauch ist dunkelgrau. Sie besitzt ein mopsartig gedrungenes Gesicht und frisst kleine Schmetterlinge, man findet sie in Waldregionen und da wo es Gebirgig ist.

 

 

Rhipolophus - Arten:

  • Mittelmeerhufeisennasenfledermaus
  • Mehelyhufeisennasenfledermaus
  • große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)
  • kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)
  • Blasiushufeisennasenfledermaus

Sie gehören zu der Gruppe Hufeisennase, alle anderen Arten gehören zu der Gruppe Glattnasenfledermaus. Die Echoortung erfolgt aus der Nase und wird im Kehlkopf gebildet. Sie sind näher mit Flughunde verwand, es gibt 5 Hufeisennasenarten.

Der Lebensraum ist in den wärmeren Südländern, sie haben 1 Meter Flughöhe. Ihr Jagdgebiet ist in Wäldern und Parklandschaften. Die kleine Hufeisennasenfledermaus ist auch gut "zu fuß" unterwegs. Die kleine Hufeisennase fliegt im Durchschnitt 8 km/h können aber bis zu 15 km/h fliegen, sie hat ein hellgraues bis hellbraunes Fell, der Bauch ist grauweiß. Die große Hufeisennase ist 50-63 mm groß, hat eine Spannweite von ca. 37 cm und bringt 16-30 g auf die Waage, sein Fell ist graubraun bis rötlich, der Bauch hat eine hellere Färbung.