Die Fledermaus
Fledermäuse stoßen pro Sekunde zwischen
5 und 20 Rufe aus,
je nachdem ob sie in einer hindernisreichen Gegend (Wald)
oder auf freiem Gelände unterwegs sind.
Wenn sie ein Insekt geortet haben, schießt die Fledermaus
eine
richtige Salve mit bis zu 100 Rufen pro Sekunde ab.

Allgemeines
Fledermäuse leben bereits über 50 Millionen
Jahre lang. Der wissenschaftliche Name von ihnen ist Chiroptera
und wird in zwei Untergruppen gegliedert.
- Flughunde - Megachiroptera
- Fledermäuse - Microchiroptera
Flughunde sind mit 170 Arten vertreten, welche alle zur selben
Familie gehören, nämlich zu den Flughunden Pteropidae.
Sie ernähren sich hauptsächlich nur von Früchten.
Zu den Fledermäusen gehören 780 Arten, welche in 18
Familien eingeteilt werden, sie sind auf der ganzen Welt vertreten
und sind die zweitartenreichste Säugetierordnung. Die erstartenreichste
Säugetierordnung sind die Nagetiere. Fledermäuse besiedeln
die warmen Regionen der Erde. Die kleinste Fledermaus der Welt ist
die Hummel- oder Schweinsnasenfledermaus (Craseonysteris
thonglongyai), sie wiegt gerade mal 1,5 g und lebt
in Thailand. Die größte Fledermaus der Welt ist die australische
Gespenstfledermaus (Macroderma gigas), sie
erreicht eine Flügelspannweite von einem Meter.
3 Arten davon ernähren sich von Blut. Die Vampirfledermaus
(Desmodus Rotundus) beißt dem Opfer ein
Stück Haut ab und leckt das austretende Blut auf oder er punktiert
eine Ader und saugt das Blut direkt aus dem Blutgefäß.
Die Blutmenge beträgt etwa 20 ml. Wenn diese Fledermäuse
innerhalb von 60 Stunden keine Nahrung aufgenommen haben sterben
die Tiere, hungrige Tiere werden von ihren Artgenossen mit Blut
gefüttert.

Geschichte / Aberglaube
- Sie ist ein Säugetier und wurde früher auch "seltsamer
Vogel" genannt
- Früher glaubte man daran, dass die Fledermaus Unheil brachte
- Wenn sich eine Fledermaus in den Haaren verfängt, wird
etwas Schlimmes passieren, oder wenn sie sich in den Haaren einer
Jungfrau verfängt, wird diese Ledig bleiben oder einen unmoralischen
Lebenswandel haben
- Hatte man ein getrocknetes Auge von einer Fledermaus dabei,
konnte man sich unsichtbar machen
- Sie galt als Todesboten, die Fledermaus suchte sich den Menschen
heraus, der bald sterben sollte und flog über diese Person,
oder reist ihr die Haare heraus. Bei den Siebenbürger Sachsen
konnte man einen Todesfall erwarten, wenn eine Fledermaus, Nachteule
oder Käuzchen das Haus umflog oder sogar in die Räume
hineinschwirrte
- In China galt sie als ein Glücksymbol, sie wurde Fuk-Schii
"Ratte des Glücks" genannt
Anatomie / Ernährung
Sie haben häutige Flügel zwischen den stark verlängerten
Fingern, dem Unterarm und entlang des Körpers. Die Speiche
ist verlängert während die Elle stark zurückgebildet
ist. Der Daumen hat seine kurze Form behalten und besitzt als einziger
Finger eine Kralle.
Zwischen Schwanz und den Hinterbeinspannen haben sie ebenfalls
Flügel, die mit einem Sporn in der Mitte die Schwanzflughaut
spannt. In den Hinterfüßen haben sie eine Sehne, die
in der Sehnenscheide einrastet kann, wenn dies passiert hängen
die Tiere ohne Energieaufwand an den Höhlendecken. Dieser Mechanismus
bleibt sogar bestehen, wenn die Tiere schon längst tot sind.
Das Fell besteht aus einem starren Oberhaar und einem
weichen, welligen Unterhaar. Sie haben an der Schnauze eine Drüse
die ein Sekret erzeugt. Dieses Sekret hält das Fell und die
Flügel geschmeidig und schützt vorm austrocknen. Sie haben
spitze Fangzähne und mehrhöckerige Backenzähne. Fledermäuse,
die im offenen Gelände schnell fliegen haben lange, schmale
Flügel, während die Langsamflieger im offenen Gelände
eher breite, lange Flügel haben.
Sie geben Ortungsrufe im Ultraschallbereich wieder, haben starke
Nachtaugen, wo sie hell und dunkel unterscheiden können, sie
fressen Insekten, Spinnen, Früchte, Nektar, Pollen, Fische
und kleine Landwirbeltiere, wenn sie durstig sind fliegen sie über
ein Gewässer und trinken im Flug. Pro Nacht brauchen sie ein
Drittel bis zur Hälfte ihres Körpergewichts an Nahrung,
eine Wasserfledermaus erbeutet in einer Nacht bis zu 4.000 Mücken.
Fledermäuse können bis zu 30 Jahre alt werden, werden
aber im Durchschnitt nur vier bis fünf Jahre alt. Sie sind
schon nach 1 Jahr geschlechtsreif und bringen 1 Junges pro Jahr
zur Welt.
Sie können 5 Meter pro Sekunde fliegen, und haben im Durchschnitt
eine Geschwindigkeit von 16-23 km/h. Sie können fliegen, laufen,
klettern und hangeln. Glattnasenfledermäuse stützen sich
beim Laufen vorn auf das Handgelenk des gefalteten Flügels,
nur die Hufeisennasen können sich nicht auf allen Vieren fortbewegen.
Wenn eine Fledermaus ins Wasser gerät, kann sie mit weit geöffneten
Flügeln vorwärts ans Ufer schwimmen, oder manche breitflügelige
Arten können sogar direkt von der Wasseroberfläche abfliegen.
Bei schwachem Regen erfolgt der Ausflug nur zögernd oder verspätet,
bei Schlechtwetter mit starkem Regen oder Nebel veranlasst die Fledermäuse
nicht auszufliegen.

Die Echoortung
Ein Italienischer Naturforscher namens Spallanzani
hat bei der Erforschung der Echoortung eine Fledermaus im Studierzimmer
mit Glocken an der Decke eingesperrt, es war alles Dunkel. Die Fledermaus
fand sich zurecht und verursachte keinen Krach, sie konnte allen
Glocken ausweichen. Danach band man ihr die Augen zu, die Fledermaus
fand sich auch ohne Sehfähigkeit zurecht. Als dritten Versuch
verschloss man ihre Ohren. Die Fledermaus fand sich jetzt nicht
mehr zurecht und flog gegen die Glocken an der Decke.
Der Zoologe Sven Dijkgraaf gab den Fledermäusen
Maulkörbe, auch in diesem Fall hatten die Tiere keine Orientierungsfähigkeit
mehr. Das Ergebnis war somit klar, die Fledermaus gibt die Echoortung
durch ihren Mund heraus, sie wird von einem Gegenstand oder Tier
zurückgeworfen, und die Fledermaus nimmt sie mit den Ohren
wieder auf.
1933 entdeckte der Amerikaner Donald Griffin,
dass Fledermäuse Ultraschall-Töne im Kehlkopf erzeugen.
Die Echoortung funktioniert nur im Nahbereich gut, das heißt
sie können nur Dinge wahrnehmen, die nicht weiter als 20 Meter
sind.
Fledermäuse stoßen pro Sekunde zwischen
5 und 20 Rufe aus, je nachdem ob sie in einer hindernisreichen Gegend
(Wald) oder auf freiem Gelände unterwegs sind. Wenn sie ein
Insekt geortet haben, schießt die Fledermaus eine richtige
Salve mit bis zu 100 Rufen pro Sekunde ab. Ihre Beutetiere werden
gewandt im Flug erbeutet, oftmals nehmen die Fledermäuse ihre
Flügel oder Schwanzflughaut als Käscher zur Hilfe.
Sommer / Babys
Zwischen Ende Februar und Ende April versammeln sich die Fledermäuse
in größere Gruppen, damit die Weiblichen Tiere sich in
Weibchengruppen den so genannten "Wöchnerinnen" Gruppen
zusammenschließen können. Sie gebären und säugen
in den Wochenstuben zusammen. In einer Wochenstube können 1
- 1.000 Tiere zusammen kommen. Tagsüber sind sie zusammen und
nachts fliegt jede in ihr eigenes Jagdrevier zurück, um dort
zu jagen. Die Männchen verbringen den Sommer allein oder in
kleinen Gruppen in der Umgebung der Quartiere.
Im Juni / Juli gebären die Fledermäuse ein Junges, höchstens
zwei. Manche gebären kopfunter, manche mit dem Kopf nach oben,
oder mit allen vieren waagrecht am Wochenstubendach. Die Schwanzflughaut
wird als Auffangtuch benützt, damit die Babys nicht auf den
Boden fallen.
Die Nabelschnur ist die "Sicherungsleine". Die Babys
sind nackt, haben geschlossene Augen und sind 1/3 vom Körpergewicht
der Mutter. Sie können sich sofort nach der Geburt selber an
der Decke festhalten. Die Muttertiere erkennen am Geruch und an
den Soziallauten, die sie mit ihrem Jungen führt, ihren eigenen
Nachwuchs wieder. Nach der Geburt dehnen sich Hautfalten an den
Körperseiten zu Flügeln aus und die Fingerknochen werden
immer länger. Die Jungen können ihre Körpertemperatur
noch nicht regulieren und werden von den Müttern, mit einer
Flughaut umhüllt, am Körper gewärmt. Nach 2-4 Tagen
öffnen sie ihre Augen.
Wenn die Fledermäuse in dieser Zeit ihre Wochenstube wechseln
müssen, dann halten sich die Jungen an den Zitzen von den Muttertieren
fest, und diese Transportiert das Junge somit zur neuen Wochenstube.
Die Hufeisennasenfledermäuse haben "Haftzitzen" ohne
Milch, an denen sie ihre Jungen transportieren können.
Nach zwei Wochen sind die Haare gut sichtbar, erst jetzt können
die Jungen auch mal alleine gelassen werden. Die Milchzähne
werden in dieser Zeit schon in bleibenden Zähnen gewechselt.
Nach 3-4 Wochen erhalten die Jungen ihre Flugfähigkeit, werden
aber meistens noch bis zur fünften Woche gesäugt. Wenn
die kleinen fliegen können, schwärmen sie mit den erwachsenen
Tieren aus und erlernen die Jagd, sie sind mittlerweile selbstständig.
Die Jungen sind in der Regel dunkler als die Erwachsenen. Fledermäuse
sind erst mit zwei Jahren erwachsen, und bekommen dann erst ihren
ersten Nachwuchs.

Herbst
Im August verlassen die Jungtiere die Wochenstube. Sie haben genug
Fettpolster angefressen um den Winterschlaf anzutreten. Die weiteste
Flugstrecke von den Zugfledermäusen beträgt 2.000 km.
Sie fliegen nach Nordosteuropa und Skandinavien, da es dort sehr
viele Insekten gibt, früh im Jahr fliegen die Abendsegler und
Rauhautfledermaus nach Süden und Südwesten.
Im Spätsommer ist die Balzzeit, die männlichen Tiere
machen im Flug ihre Balzgesänge und umfliegen die Weibchen,
die Balzgesänge sind Artentypisch, dazu senden sie noch Duftstoffe
aus. Je nach Erfolg kann ein Männchen über 5 Weibchen
decken. Die eigentliche Schwangerschaft beginnt jedoch im Frühjahr.
Die Fledermausweibchen speichern das Sperma bis nach dem Winterschlaf,
erst danach kommt der Eisprung und die Befruchtung.
Die Ausnahme macht die südeuropäische Langflügelfledermaus,
die Befruchtung findet unmittelbar nach der Paarung statt. Sie inaktiviert
die befruchtete Eizelle nach der ersten Teilung, die weitere Entwicklung
beginnt erst im Frühjahr wieder.
Winterschlaf
Fledermäuse beziehen ihre Winterquartiere im September bis
spätestens Dezember. In dieser Zeit fressen sie nichts mehr.
Die Herzschlagrate sinkt auf ungefähr 1 Prozent vom Wachzustand
zurück, die Temperatur sinkt zwischen 0°C und 10°C,
gewöhnlich ist sie bei 1°C. Bei einem aktiven Tier liegt
die Körpertemperatur bei 40°C. Fledermäuse können
die Körpertemperatur selber regeln. Sogar die Atemfrequenz
wird gesengt. Wenn die Außentemperatur von ihrem Winterquartier
unter dem Gefrierpunkt rutscht, wachen die Tiere auf und müssen
ihren Winterschlafplatz wechseln.
Sie brauchen eine halbe Stunde bis sie wieder aufwachen und bereit
sind zum wegfliegen. In der Zeit wo sie Winterschlaf halten sind
sie hilflos. Wenn sie gezwungen sind aufzuwachen und einen neuen
Winterschlafplatz zu suchen verbrauchen sie unnötige Energie,
es ist somit nicht gesichert, dass ihr Winterfett reicht und sie
den Winter überleben. Aus diesem Grund sollte man schlafende
Fledermäuse nicht wecken! Ab und zu drehen sie sich in ihrem
Schlaf um, damit sie eine neue Position einnehmen können. In
dieser Zeit urinieren und koten sie nicht und atmen auch nur einmal
in der Stunde.
Die Länge des Winterschlafes ist Klimaabhängig, wenn das
Klima wieder so warm ist das die Fledermäuse Insekten finden
können fliegen sie los um Jagd auf Insekten zu machen. Bei
der großen Mausohr in BRD ist bekannt das sie den Winterschlaf
zwischen Oktober und März beendet, die gleiche Gattung in Portugal
beendet den Winterschlaf zwischen Januar und Februar. Beim Winterschlaf
verlieren die Fledermäuse bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts.

Fledermausarten
Unterschieden werden die Fledermausarten durch:
- die Geschwindigkeit beim Fliegen
Schnelleflieger z.B. Abendsegler
Langsamenflieger z.B. Bechsteinfledermaus, Fransenfledermaus,
Wimperfledermaus oder Langohrfledermaus
- nach der Farbe
(heller bauch = Bartfledermaus, schwarzer Bauch = Mopsfledermaus)
- nach der Größe der Ohren
(kurzohrig = Fransenfledermaus und Wimpernfledermaus)
- nach einem Wirren hin und her fliegen (Zwergfledermaus) oder
- nach der Echoortung (Schallfrequenzen benützen "Bat
Detektor")
Sie werden in so genannte Familien aufgeteilt:
- Familie = Glattnasenfledermaus - Vespertilionidae
- Familie = Hufeisennasenfledermaus - Rhinolophidea
- Familie = Bulldoggfledermaus - Molossidae
Die Myotis - Arten:
- großes Mausohr (Myotis myotis)
- kleines Mausohr (Myotis blythi)
- Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteini)
- Wimperfledermaus (Myotis emarginatus)
- Fransenfledermaus (Myotis nattereri)
Sie sind relativ große Tiere und haben schlanke Ohren, die
mehr lang als breit sind. Sie haben einen langen Tragus (Ohrdeckel),
dieser bedeckt fast die hälfte der Ohrlänge. Sie haben
einen weißlichen Bauch, alle, bis auf die Bartfledermaus.
Die Wimperfledermaus und die Bechsteinfledermaus haben ein rötlichbraunes
Fell. Der Lebensraum von der großen und kleinen Mausohr sind
die offenen Landschaften. Von der Bechsteinfledermaus eher der Laubmischwald.
Sie ernähren sich von großen Laufkäfern (Großes
Mausohr), Heuschrecken (kleines Mausohr), Spinnen, Fliegen (Wimperfledermaus
und Fransenfledermaus), Käfern, Raupen (Fransenfledermaus).
Die großen Mausohren erreichen eine Körpergröße
von 65-80 mm und eine Flügelspannweite von 35-43 cm und bringt
28-40 g auf die Waage, sie sind die größten europäischen
Fledermäuse. Ihr Fell ist hell graubraun bis schwarzbraun,
der Bauch ist weißgrau. Sie hat eine Flughöhe von 5-10
Meter mit einem langsamen gleichmäßigen Flug.
Die Fransenfledermaus hat ein hellgraues Fell mit bräunlicher
Tönung, der Bauch ist hellweißgrau. An der Schwanzflughaut
hat sie gekrümmte steife Haare, die wie Fransen aussehen.
Die Bechsteinfledermaus lebt im Sommer überwiegend
im Wald. Im Winterschlaf klappen sie ihre Ohren nicht ein.
Dazu gehören noch die:
- große Bartfledermaus (Myotis brandti)
- kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
- Wasserfledermaus (Myotis daubentoni)
- Teichfledermaus (Myotis dasycneme)
- Langfußfledermaus (Myotis capaccinii)
Der Lebensraum von diesen Tieren sind die Wälder, Waldrand,
Waldgewässer (kleinen und großen Bartfledermaus). Am
Wasser leben die Teichfledermaus, Langfußfledermaus und die
Wasserfledermaus. Sie sind zu 95 % über Flüssen, Bächen
und Seen. Die große Bartfledermaus ernährt sich von Spinnen,
sie hat hellbraunes Fell, der Bauch ist hellgrau mit etwas gelblicher
Farbe. Die kleine Bartfledermaus hat ein dunkelbraunes bis graubraunes
Fell, der Bauch ist dunkelgrau bis hellgrau.
Die Wasserfledermaus ist 42-55 mm groß, hat eine Spannweite
von 24-27 cm und bringt 7-15 g auf die Waage, ihr Fell ist rötlichbraun,
der Bauch heller. Sie hat eine Flughöhe von 0,05-5 Meter mit
einem schnellen, kreisenden, schwirrenden Flug knapp über der
Wasseroberfläche, sie ernährt sich von Insekten, die ins
Wasser gefallen sind. Die Teichfledermaus ist 57-67 mm groß,
hat eine Spannweite von 20-30 cm und bringt 14-20 g auf die Waage,
das Fell ist braun, der Bauch heller. Sie hat relativ große
Füße. Bei der Ernährung und beim Fliegen ist sie
genauso wie die Wasserfledermaus.
Eptesicus - Arten:
- Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
- Nordfledermaus (Eptesicus nilssoni)
Sie haben breite Flügel und die Ohren sind kürzer als
bei den Myotis-Arten. Sie leben in einem freien Luftraum mit bis
zu 15 Meter Höhe. Das Fell der Breitflügelfledermaus ist
lang und dunkelbraun, die Haarspitzen sind leicht glänzend,
die Unterseite ist gelbbraun, die Ohren und Schnauze schwarz und
die Flughäute dunkelschwarzbraun.
Nyctalus - Arten:
- großer Abendsegler (Nyctalus noctula)
- kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri)
Es ist eine große Art mit kurzen und rundlichen Ohren, sie
haben einen kurzen und pilzförmigen Ohrdeckel. Sie leben in
Wäldern oder Parklandschaften, quartieren sich in Spechthöhlen
ein und sind schnelle, wendige Flieger.
Der große Abendsegler ist 63-82 mm groß, hat eine Spannweite
von 32-40 cm und bringt 19-45 g auf die Waage, sein Fell ist rot
bis gelbbraun. Er hat eine Flughöhe von 160 Meter mit schafft
eine Geschwindigkeit von 50 km/h.
Der kleine Abendsegler ist 48-68 mm groß, hat eine Spannweite
von 26-32 cm und bringt 13-20 g auf die Waage, das Fell ist wie
bei seinem großen Vertreter. Er hat eine Flughöhe von
10 Meter und bringt eine Flugstrecke von 1.000 km zustande.
Verspertilio - Arten:
- Zweifarbfledermaus (Verspertilio murinus)
Die Ohren sind kurz, breit und rundlich, sie hat einen weißen
Bauch, schwärzliche Oberseite mit hellen Spitzen und schwärzliche
Rückenhaare mit silbrigweißen Spitzen. Der Lebensraum
ist das Tatra-Gebirge mit bewaldeten Hängen und großer
Lichtung. Die Zweifarbfledermaus ist 48-63 mm groß, hat eine
Spannweite von 27-31 cm und bringt 12-18 g auf die Waage. Er hat
eine Flughöhe von 10-20 Meter.
Pipistrellus - Arten:
- Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
- Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus /
mediterraneus)
- Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
- Weißbrandfledermaus (Pipistrellus kuhli)
Sie haben eine dreieckige Ohrform, der Tragus ist relativ klein
und nach innen gelagert. Sie sind schnelle, wendige Flieger. Die
Mückenfledermaus ist eine der kleinsten europäischen Art,
sie bevorzugt Waldgebiete in Gewässernähe.
Die Zwergfledermaus erreicht eine Körperlänge von 33-50
mm und hat eine Spannweite von 18-24 cm. Sie bringt 3,5 bis 8 g
auf die Waage, ihr Fell ist schwarzbraun, der Bauch ist heller.
Sie hat eine Flughöhe von 2-6 Meter und kann in einer Minute
300 Mücken verspeisen.
Die Rauhautfledermaus ist 46-55 mm groß, hat eine Spannweite
von 23-25 cm und bringt 6-15 g auf die Waage, sie hat eine schwarze
Flughaut, die zur Mitte behaart ist, der Bauch ist heller. Sie hat
eine Flughöhe von 3-7 Meter mit einem langsamen, ruhigen Flug.
Sie bekommt häufig Zwillinge als Babys, genauso wie die Zwergfledermaus.
Die Rauhhautfledermaus kommt heutzutage hauptsächlich in Nordhessen
entlang der Fulda (August/September) vor.
Hypsuga - Arten:
- Alpenfledermaus (Hypsugo savii)
Das Bauchfell ist weißlich mit Stich ins Gelbe
oder Graue. Sie ist sehr gut von der glänzend braunen Oberseite
abgesetzt. Der Lebensraum ist südlich der Alpen.
Plecotus - Arten:
- Braunes Langohr (Plecotus auritus)
- Graues Langohr (Plecotus austriacus)
- Alpenlangohr
Sie haben lange Ohren und kurze, breite Flügel, sie gehören
zu den mittelgroßen Arten. Der Lebensraum ist im Wald, sie
fliegen zum fressen an einem Platz. Sie können die Echoortungen
auch durch die Nase aussenden und sind Spezialisten im Rüttelflug,
sie können in der Luft stillstehen und suchen Insekten von
Mauern oder Blattwerk ab.
Das braune Langohr ist 39-51 mm groß, hat eine Spannweite
von ca. 24 cm und bringt 5-12 g auf die Waage, sein Fell ist grau
bis braun, der Bauch heller und am Hals meistens einen gelblichbraunen
Fleck. Er hat eine Flughöhe von 5-10 Meter und hat eher einen
langsamen, gaukelnden Rüttelflug. Die Schnauze des grauen Langohrs
ist länger und spitzer, das Fell ist grauer.
Barbastella - Arten:
- Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)
Sie wird auch "Schwarzes Teufelchen" genannt, da sie
ein schwarzes Fell besitzt, der Bauch ist dunkelgrau. Sie besitzt
ein mopsartig gedrungenes Gesicht und frisst kleine Schmetterlinge,
man findet sie in Waldregionen und da wo es Gebirgig ist.
Rhipolophus - Arten:
- Mittelmeerhufeisennasenfledermaus
- Mehelyhufeisennasenfledermaus
- große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)
- kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)
- Blasiushufeisennasenfledermaus
Sie gehören zu der Gruppe Hufeisennase, alle anderen Arten
gehören zu der Gruppe Glattnasenfledermaus. Die Echoortung
erfolgt aus der Nase und wird im Kehlkopf gebildet. Sie sind näher
mit Flughunde verwand, es gibt 5 Hufeisennasenarten.
Der Lebensraum ist in den wärmeren Südländern,
sie haben 1 Meter Flughöhe. Ihr Jagdgebiet ist in Wäldern
und Parklandschaften. Die kleine Hufeisennasenfledermaus ist auch
gut "zu fuß" unterwegs. Die kleine Hufeisennase
fliegt im Durchschnitt 8 km/h können aber bis zu 15 km/h fliegen,
sie hat ein hellgraues bis hellbraunes Fell, der Bauch ist grauweiß.
Die große Hufeisennase ist 50-63 mm groß, hat eine Spannweite
von ca. 37 cm und bringt 16-30 g auf die Waage, sein Fell ist graubraun
bis rötlich, der Bauch hat eine hellere Färbung.

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