Tagebucheintrag
Liebes Tagebuch
heut ist gefallen ein Riesen Tuch
erzählen muss ich`s Dir gleich
die Nacht war wieder reich
Dir kann ich`s ja anvertrau`n
und weiter auf Dich bau`n
der komische Geselle kam an meine Seite
und blickte wieder mit mir ins Weite
Er erzählte so komische Sachen
da musste ich anfangen zu lachen
ich hörte was vom Tod
und kurz darauf von Wangen so rot
Nen Zusammenhang gab es keinen
noch nicht mal nen winzigkleinen
wenn ich ihn wieder tue sehe`n
soll ich mich weg dreh`n ???
Ertragen kann ich ihn nicht
er ist schließlich nicht ganz dicht
Schwarz gekleidet kommt er her
irgendwann will er mehr
Schlecht duften tut er auch
ne Mischung aus Moder und rauch
der Blick alleine würde reichen
um ein jeder zu bringen zum weichen

Liebes Tagebuch, ich melde mich wieder
müde sind all meine Glieder
er war wieder bei mir
und quasselte von einem "wir"
Als ich gerade gehen wollte
er immer näher rollte
dann gab er mir nen seltsamen Kuss
ich muss gestehen, ich kam in den Genus
Doch jetzt im nachhinein
da könnte ich wein
Ekel überzieht meine Haut
er meinte ich sei seine Braut
Er sagte, es dauert nicht mehr lang
erstickend ich nach Luft rang
fliehen konnte ich doch
aber einholen wird er mich noch

Liebes Tagebuch, es geht weiter
die Sehnsucht wird breiter
diesmal war er nicht hier
erzählen kann ich`s ja Dir
Seine Stimme in meinen Gedanken
ich fing an zu wanken
ich sah ihn wirklich nicht
und doch war er so dicht
Mir war, als spürte ich seinen Atem
ja, lass mich ruhig raten
Du willst mir sicherlich sagen
das ich mich zu ihm soll wagen
Doch so einfach ist es nicht
er ist doch so ein gemeiner Wicht
ja, ich liebe ihn, sogar sehr
doch hassen tue ich ihn viel mehr

Liebes Tagebuch, es ist mal wieder später
ein Brief lag unter meinem Treter
eine Adresse drauf geschrieben war
von wem ist ja ganz klar
Er lud mich ein
auf ein Glas voll Wein
ich mich daraufhin sehr freu
scheinbar ist er doch ganz treu
Mittlerweile ich hingegangen
konnte nicht mehr aufhören zu bangen
ein altes Schloss er besitzt
ringsherum es kräftig blitzt
Ich aß alleine mein Mahl
er saß neben mir, bleich und fahl
wir redeten viel, es wurde Tag
ich mich alleine nach Hause wag
Doch ich bin besorgt, er meinte
es war das vorletzte mal, ich weinte
zum letzten mal hat er mich eingeladen
das Treffen begann am nächsten Abend

Nachtrag
- ich weiß nicht woran es lag
ich jetzt nicht mehr lach
mein Körper war so schwach
Er biss in meine Ader
wie ein hinterhältiger Mader
er stahl mir das Leben
ich spürte ein beben
Gleichzeitig fühl ich mich so stark
Sicherheit in mir barg
erklären kann ich`s nicht
ich vertrag nur kein Licht
von Nosferatu-g
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