
So weiß wie sie wandert,
durch das schwarze Haus
Den Schleier vor dem Gesicht,
um zu verbergen was sie ist
So weiß wie sie wandert,
durch den langen Gang
Die Schritte laut verhallen,
zu zeigen das sie kommt
So weiß wie sie wandert,
näher zu der Tür
Dort wo er liegt,
bangend und voller Angst
So weiß wie sie wandert,
den Blick geradeaus
Durch die Tür hört sein Atem,
das Pochen seines Herzens
So weiß wie sie wandert,
Steht mitten im Raum
Versteckt unter der Decke,
er weiß, dass sie kommt
So weiß wie sie wandert,
nimmt ihm die Decke
Erschrocken schaut er auf,
starr vor Angst
So weiß wie sie wandert,
nimmt den Schleier ab,
ihre Haut grau,
ihre Augen
Ihr Gesicht,
eine Maske des Grauens
Erstarrt blickt auf ihr Gesicht,
was einst menschlich gewesen,
gesteht seine Tat
Zu spät
Sie nimmt Rache,
sie nimmt Blut
So weiß wie sie wandert
So schwarz wie seine Seele
Wandern durch das Haus
Gemeinsam
Verbunden bis in alle Ewigkeit
Durch seine Tat
Ein Schrei
Er hallt durch das Haus
von Anne Szeike